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    news zum bartgeier

    Im Gebiet Frutt-Engstlenalp werden seit 2015 junge, noch nicht flugfähige Bartgeier ausgewildert. Die drei Vögel sollen dazu beitragen, dass sich in der Zentralschweiz eine feste Bartgeierpopulation bilden kann.

     

    Im Frühsommer 2015 wurden in der Nähe der Tannalp drei Jungbartgeier ins Eidgenössische Jagdbanngebiet Huetstock gebracht. Diese Aktion der Stiftung Pro Bartgeier dient dazu, den grössten Alpenvogel wieder anzusiedeln. Ende Mai 2016 folgten zwei junge Männchen (Alois und Cierzo).

     

    Die Vögel stammen aus der österreichischen Eulen- und Greifvogelstation Haringsee, dem katalanischem Zuchtzentrum Vallcalent in Spanien und dem Natur- und Tierpark Goldau. Ausgewildert werden nach genetischen Kriterien sorgfältig ausgewählte Tiere. Die kleine Bartgeierpopulation der Alpen braucht frisches Blut, damit nicht binnen weniger Generationen Inzuchtprobleme auftauchen würden.

     

    Die Bartgeier waren im 19. Jahrhundert bereits einmal in der Zentralschweiz heimisch. Wie im übrigen Alpenraum auch verschwanden die Vögel dort vor über 100 Jahren. Hauptgrund war die starke Verfolgung. Der Bartgeier ist fälschlicherweise bezichtigt worden, ein unersättlicher Lämmerdieb zu sein. Dabei verwertet er aber hauptsächlich die Knochen von verendeten Tieren und schlägt keine Beute.

     

    Seit 1991 hat die Stiftung Pro Bartgeier bereits 26 Bartgeier im Schweizerischen Nationalpark und zwölf Bartgeier im Kanton St. Gallen erfolgreich ausgewildert. Seit 2007 brüten wieder erste Bartgeierpaare in der Schweiz an zehn Standorten im Engadin und im Wallis. Mit den Auswilderungen in der Zentralschweiz will die Stiftung Pro Bartgeier erreichen, dass sich bis einigen Jahren Bartgeier auch in dieser Region wieder ansiedeln und Junge aufziehen.

     

    Bei der Auswilderung sind die Jungvögel zwischen 90 und 100 Tage alt und noch nicht flugfähig. Ein Team von Pro Bartgeier überwacht die Tiere, bis sie selbständig sind. Ein ausgewachsener Bartgeier erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 2,9 Metern und wiegt zwischen 5,5 und 7,5 Kilogramm.

     

    Die Jungvögel konnten während den Sommermonaten an einem eigens für die Auswilderung eingerichteten Infostand im Hengliboden in der Nähe der Tannalp beobachtet werden. Diese Aussetzungen werden in den nächsten Jahren weitergeführt.

     

     

    Mehr Infos zu den imposanten Bartgeiern findet man auf der Homepage der Stiftung Pro Bartgeier. Hier ist es auch möglich, täglich den Standort der mit einem Sender ausgerüsteten Jungvögel zu verfolgen.

     

     

    www.bartgeier.ch

    Standort Ewolina

    Standort Sempach II 

    Standort Trudi

     

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